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Oryx Populationsdichte (Atlas of Namibia Projekt 2002)

Vegetationsstruktur (Atlas of Namibia Projekt 2002)

Pflanzendiversität (Atlas of Namibia Projekt 2002)

Bildergalerie

Tier und Pflanzenwelt

Wildvorkommen

Namibia zeichnet sich durch eine einmalige und ursprüngliche Wilddichte aus. Unter Anderem begünstigt durch das Farming in der verhältnismäßigen fruchtbaren Buschlandschaft des Nordens und Nordostens Namibias. Es sind weitestgehend alle indigenen Wildspezies des südlichen Afrikas zu finden. (Ausnahmen im offenen Farmgebiet: Elefanten, Nashörner, Löwen). Besonders Artenreich sind Antilopen vertreten welche u.a von großflächigen Entbuschungen profitieren. Der König der Tiere, der Löwe, kommt in Namibia auf Grund des Konfliktpotenzials mit dem Menschen praktisch nur noch in weiträumig umzäunten Nationalparks, wie z.B. dem Etosha Park vor. Ähnlich gilt dies auch für Elefanten und Nashörner. Elefanten findet man vorwiegend in den Nationalparks, es kommt jedoch hin und wieder vor, dass einzelne Elefanten ihren  Instinkten folgen und sich auf ihren uralten  Routen durch das Land bewegen.

Pflanzenwelt der Otjozondjupa Region

vielfältige Baum & Buschsavanne

Die im mittleren Nordosten liegende Otjozondjupa Region liegt in einem vergleichsweise fruchtbaren Gebiet Namibias. Diese ist gekennzeichnet durch überwiegend dichte Buschlandschaft aus Dornenbüschen wie Akazien (Acacieae) und Baum-Buschlandschaft in östlicher Ausdehnung. Bei einer hohen Diversität von 300 bis über 500 vorkommenden Pflanzenspezies ist die Otjozondjupa Region nicht nur ideales Weideland für Rinder für dortige Verhältnisse sondern auch der Garant für eine artenreiches Wildaufkommen.

Namibia leidet unter einer starken Verbuschung von Farmland. Hervor gerufen durch das Verhindern der Farmer von annuellen Buschbränden und dem Fehlen von Großherbivoren wie z.B. Nashörnern und Elefanten, denen die Akaziendornen wenig ausmachen. Betroffen sind derzeit 26 bis 30 Millionen ha landwirtschaftliche Nutzfläche in 8 von 13 politischen Regionen. Das entspricht etwa 30 % der Fläche des Landes. Verbuschung schränkt Biodiversität und Grundwasserbildung stark ein und vermindert die Tragfähigkeit von Weideland um bis zu zwei Drittel. Die Folge sind wirtschaftliche Verluste von jährlich über 100 Millionen Euro aufgrund verringerter Fleischproduktion. Durch die Verbuschung ist gleichzeitig eine Ressource an Biomasse von geschätzten 200 Millionen Tonnen entstanden. Initiativen zur Bekämpfung der Verbuschung schaffen neue Möglichkeiten für die namibische Wirtschaft, die vorhandene Biomasse für Stromerzeugung oder andere Wertschöpfungsprozesse zu nutzen (GIZ 2014).

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) trägt seit Jahren mit Förderprogrammen zum nationalen Entbuschungsplan bei. Neben Förderprogrammen treiben viele Farmer seit Jahren die Entbuschung ihrer Farmen voran, um die Weideleistung und den Wasserhaushalt der Farmen zu optmieren.

Um der Verbuschung entgegen zu treten, wie sie bereits im Bereich südlich des Waterbergs erfolgreich durchgeführt wird greifen wir Farmer zu unterschiedlichen Methoden. Die klassische Bekämpfungsmethode der Brandrodung von Bäumen und Dornbüschen ist kurzfristig erfolgreich jedoch auch mit hohem Risiko behaftet. Jedes Jahr geraten hunderte Hektar vermeintlich kontrolliert gelegte Brände außer Kontrolle. In den vergangenen Jahren hat eine andere Bekämpfungsstrategie sich als sehr effektiv erwiesen. Farmer engagieren so genannte „Kohlekapper“, welche in den riesigen Weideparzellen Büsche kappen und Bäume fällen. Das Stammmaterial wird anschließend zu Holzkohle verköhlt. Ganz so wie Holzkohle in Europa im Mittelalter produziert wurde. Die daraus gewonnene Holzkohle hat einen beispiellosen Brennwert und eine hervorragende Glutentwicklung und ist mit anderer Holzkohle kaum vergleichbar. Dornenbüsche wachsen sehr langsam und haben eine hohe Dichte (Darrgewicht kg/fm Buche 680; Akazien >1000). Einige Hölzer haben den Spitznamen Eisenholz. Die gewonnene Holzkohle wird gewogen und verladen, auf „Lorries“ ‚(LKW) verladen, nach Walvisbay transportiert und als FSC zertifizierte Bio Holzkohle nach Europa verschifft.

Weitere interessante Karten finden Sie unter Digitaler Atlas Namibia

 
 

Besonderheiten

Namibia beheimatet eines der wichtigsten Nashorn Vorkommen auf der Welt und stellt im weltweiten Kampf zum Erhalt der Spezies einen wichtigen Akteur dar.

Neben freilebenden Nashornbeständen gibt es Farmen und Private „Game Reserves“, die sich dem Erhalt von z.B. Nashörnern verschrieben haben und diese auf Ihren Farmen ausgesetzt haben. Hier gibt es eine enge Zusammenarbeit für das Monitoring und die Registrierung der Bestände in Zusammenarbeit mit den Behörden. Der Schutz vor Wilderei und die Sicherheitsanforderungen für entsprechende Umzäunung ist mit erheblichem finanziellem Aufwand verbunden.

Namibias wilde Nashörner sind hauptsächlich in der Kunene Region im Nordwesten zu finden. Populationen von Black Rhino und White Rhino steigen seit Anfang der 2000er Jahre wieder leicht an, jedoch ist die Population weit entfernt von einem stabilen Zustand. Es kommt vor, dass das Namibische Ministerium für Umwelt- und Naturschutz per Auktion den Abschuß eines Tieres versteigert. Zuletzt 2014, ein altes Tier am Ende seines Lebens für 350T US$ (mehr dazu). Geld das laut Ministerium unmittelbar in das Anti-Wilderer Programm fließt. Dies ist wichtig, da der verhaltene Anstieg der Population durch den Anstieg der Wilderei permanent bedroht ist. Mehr zum Nashorn Schutz in Namibia hier.

Die Trophäenbejagung jeder Art von Wild in Namibia ist abhängig von der Genehmigung des Ministeriums, welches eine begrenzte Anzahl Permits (Abschußerlaubnis für Trophäenträger) ausstellt. Permits sind für die meisten Spezies ausgenommen Leoparden oder o.g. Spezies gleich teuer aber pro Jäger limitiert. Einem Jäger ist es gestattet pro Jahr 2 Trophäen einer Spezies auszuführen. Preise auf Jagdfarmen spiegeln teilweise das Vorkommen der Tiere wieder, also den Seltenheitsgrad der Region, mehr jedoch die Angebot- und Nachfragesituation. Der männliche Kudu beispielsweise (nur er ist Hornträger) ist eine majestätische und imposante Kreatur und stellt eine beeindruckende Trophäe dar. Die Kudupopulation in Namibia hat jedoch in den vergangenen 30 Jahren Höhen und Tiefen erlebt. Er musste Populationseinbrüche von 70% verkraften hervorgerufen durch Blauzungenepedemien sowie Maul & Klauenseuche die das Land aus dem Grenzgebiet zu Angola heimsuchten. Damit sich jene Bestände wieder erholen können wird die Bejagung ausgesetzt bzw. eine entsprechende Limitierung und/oder Abschußentgelterhöhung eingeführt, um bis zur Stabilisierung der Bestände die Nachfrage zu reduzieren.

In der Region vorkommende wichtige Pflanzenspezies:

  • Tsamma melon (Citrullus-lanatus var. citroides)
  • Devils Claw/Afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum Procumbens)

Dichtes Buschland und Busch-Waldland bestehend aus Dornenbüschen wie z.B.:

  • Kameldorn (Acacia erioloba), streng geschützt, d.h. wenn auf entbuschten Flächen noch einzelne Bäume stehen dann ist es nahezu sicher ein Kameldornbaum.

Weitere Baumarten aus dieser artenreichen Region finden Sie im „Baum Atlas Namibias“.

Trockene Frucht von Harpagophytum procumbens (wikimedia.org)